Aisha Can’t Fly Away
- So. 14.12.2025 - 19:30 Uhr Jetzt Tickets online sichern!
Synopsis
Kaum ein Genrezugang hat das Weltkino zuletzt so befruchtet wie der Bodyhorror. In Werken aus Asien, Lateinamerika oder Afrika zeigt sich, wie eng Fragen von Körper, Identität und Ungleichheit zusammenhängen – und wie das Bild des deformierten Körpers Räume für Befreiung und Widerstand eröffnet. „Aisha Can’t Fly Away“ des ägyptischen Regisseurs Morad Mostafa ist ein weiterer Beweis: ein Film, der aus dem Sozialdrama heraus eine politisch-poetische Metamorphose anstößt.
Im Mittelpunkt steht die junge sudanesische Pflegerin Aisha, die in Kairo arbeitet. Ihr Alltag bewegt sich zwischen Migration, Rassismus und Ausbeutung: Ihr Vermieter erpresst sie, ein alter Mann missbraucht sie, auf den Straßen tobt ein Bandenkrieg. Nur in kurzen Momenten – mit einem beeinträchtigten Jungen oder in der Solidarität ihrer Kolleginnen – erfährt sie Zuneigung.
Mostafa erzählt dies zunächst mit der Strenge eines Milieudramas. Doch in Aishas innerem Kampf tauchen surreale Bilder auf: eine Straußenfigur, die zwischen Fluchtfantasie und Verwandlung oszilliert, schließlich eine Metamorphose, die den Körper zum Schlachtfeld der Gewalt und zugleich zum Ort der Befreiung macht. Politisches und Intimes verschmelzen, Aishas Körper wird zum Terrain von Unterdrückung und Selbstbehauptung. Mit seiner Weltpremiere in Cannes („Un Certain Regard“) zeigte „Aisha Can’t Fly Away“, wo das Weltkino derzeit am radikalsten und aufregendsten spricht.
Trailer
Kritiken
“Buliana Simon stuns in Morad Mostafa's intriguing immigrant tale.”
“An uncanny yet revolutionary film that tackles misogyny and the breaking point of a caretaker amidst sociopolitical unrest.”
“Dark, complex and tightly crafted.”








